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Wohlfühlen in der Schwangerschaft

Übelkeit, Sodbrennen & Co: Lesen Sie hier, was Sie gegen Schwangerschaftsbeschwerden tun können, um sich wieder wohlzufühlen.

Die Brust zieht, Ihnen ist übel und der Rücken schmerzt – eine Schwangerschaft kann das körperliche Wohlbefinden ganz schön beeinträchtigen. Hier ein Überblick über typische Probleme und Beschwerden in der Schwangerschaft und was Sie dagegen tun können.  

Ziehen in der Brust

Mit der Schwangerschaft wachsen die Brüste oft um ein bis zwei Körbchengrößen. Spätestens wenn der BH zwickt, ist es Zeit, sich einen Schwangerschafts-BH anzuschaffen. Vor allem in den ersten Wochen spüren viele Frauen ein unangenehmes Ziehen oder Spannungsgefühl. Sanfte Brustmassagen mit Mandelöl können Abhilfe hier schaffen. Dabei sollte man immer die Brustwarzen aussparen.

Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft

Übelkeit und Erbrechen zählen zu den häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden und können vor allem in den ersten Monaten sehr einschränkend sein. Manchen Frauen hilft es, wenn sie an einem bestimmten Duft riechen, um die Übelkeit zu überwinden. Darüber hinaus ist es ratsam, häufig kleinere Portionen zu essen und einen leeren Magen zu vermeiden. Auch Ingwertee, spezielle Kaugummis, Akupunktur und Akupressur-Armbänder können Erleichterung bringen.

Die gute Nachricht: In der Regel verschwinden Übelkeit und Erbrechen ab der 12. Schwangerschaftswoche wieder. Wenn die Beschwerden nicht aufhören oder sehr stark sind, sollten Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt sprechen.

Toxoplasmose in der Schwangerschaft

Toxoplasmose ist eine häufige Infektionskrankheit, die bei gesunden erwachsenen Personen in der Regel harmlos verläuft. In der Schwangerschaft kann sie jedoch für das Baby gefährlich werden. Deshalb sieht der Mutter-Kind-Pass schon in den ersten Schwangerschaftswochen einen Toxoplasmose-Test vor. Er gibt Aufschluss darüber, ob die Mutter Antikörper gegen die Infektionskrankheit hat und deshalb geschützt ist. Ein positives Ergebnis bedeutet Immunität.

Schwangere mit einem negativen Toxoplasmose-Ergebnis müssen besonders darauf achten, eine Infektion zu vermeiden. Sie sollten kein rohes Fleisch essen, rohes Obst und Gemüse vor dem Verzehr gut waschen und sich vor dem Essen sowie nach Kontakt mit Erde, Sand oder Katzenkot immer gründlich die Hände waschen.

Sodbrennen in der Schwangerschaft

Etliche Frauen kämpfen vor allem gegen Ende der Schwangerschaft mit Sodbrennen. Dieses kann sich in einem Völle- oder Druckgefühl im Oberbauch, einem Brennen der Speiseröhre, häufigem Aufstoßen, aber auch in morgendlichen Halsschmerzen und Reizhusten äußern.

Für das Sodbrennen in der Schwangerschaft gibt es zwei Ursachen: Erstens entspannt sich durch das erhöhte Progesteron der Muskel, der den Mageneingang verschließt. In Folge kann die Magensäure die Speiseröhre hinaufwandern. Zweitens drückt das wachsende Baby von unten auf den Magen. Erst kurz vor der Geburt, wenn das Baby ins Becken rutscht, nimmt dieser Druck ab. Bis dahin gibt es jedoch wirksame Mittel, die gegen das Sodbrennen helfen. Fragen Sie dazu Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker. Wichtig ist, scharfes, fettiges und sehr süßes Essen sowie koffein- und kohlensäurehaltige Getränke zu vermeiden und sich auch direkt nach dem Essen nicht hinzulegen, weil ansonsten die Magensäure die Speiseröhre wieder hinauffließen kann (Reflux).

Hausmittel gegen Sodbrennen:

Kauen Sie ein paar geschälte Mandeln, bis sie breiig werden und schlucken Sie sie dann erst herunter. Das bindet überschüssige Magensäure.

Verstopfung in der Schwangerschaft

Verstopfung zählt zu den häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden, vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft. Wegen der Hormone und des wachsenden Babys steht der Darm gehörig unter Druck. Eine ballaststoffreiche Ernährung mit frischem Obst, Gemüse und Vollkornprodukten, viel Flüssigkeitszufuhr und Bewegung helfen, die Verdauung anzukurbeln. Wenn Sie Schmerzen haben, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Vorsicht vor Abführmitteln:

Nehmen Sie Abführmittel in der Schwangerschaft nur nach Absprache mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder Ihrer Apothekerin / Ihrem Apotheker. Denn manche Abführmittel können vorzeitige Wehen auslösen.

Ernährung in der Schwangerschaft

Für die Ernährung in der Schwangerschaft gilt grundsätzlich dasselbe wie für eine allgemein gesunde Ernährung: Sie sollte ausgewogen und vitaminreich sein. Und es darf ein bisschen mehr sein: In der Schwangerschaft steigt der Energiebedarf, weshalb man zwischen der 13. und 27. Schwangerschaftswoche täglich etwa 250 kcal mehr, ab der 28. Schwangerschaftswoche circa 500 kcal mehr zu sich nehmen sollte.

Wichtig ist eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen wie zum Beispiel Folsäure. Hier kann es Sinn machen, diese zuzuführen. Fragen Sie dazu Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder Ihre Apothekerin / Ihren Apotheker.

Achtung:

Von einigen Lebensmitteln sollte man in der Schwangerschaft besser die Finger lassen, weil sie Listerien enthalten können. Während Listerien für Erwachsene in der Regel ungefährlich sind, können sie dem Baby schaden. Schwangere sollten daher auf nicht pasteurisierte Milch und Käse wie Brie oder Camembert, rohe Eier oder rohes Fleisch wie Salami verzichten.

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft

Die Gewichtszunahme und die Veränderung der Körperhaltung verursachen bei vielen Schwangeren Rückenschmerzen. Sanfte Bewegung wie Spaziergänge, Schwimmen oder Yoga können helfen, die Schmerzen zu lindern.

Auch Wärme und Massagen tun oft gut, wobei die Massage von einer professionellen Masseurin oder einem professionellen Masseur mit Fachwissen für Schwangere durchgeführt werden sollte.

Medikamente in der Schwangerschaft

Ob Schmerzmittel oder Nasentropfen, rezeptpflichtig oder rezeptfrei: Wer schwanger ist, darf zahlreiche Medikamente nicht oder nur unter strenger ärztlicher Aufsicht einnehmen. Egal welche Beschwerden Sie in der Schwangerschaft haben, wenden Sie sich deshalb immer an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt beziehungsweise an Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker, bevor Sie zu einem Präparat greifen. In vielen Fällen können Akupunktur, homöopathische Mittel, Tees oder Heilkräuter Abhilfe schaffen und die Beschwerden lindern. Ihre Apothekerin oder Ihr Apotheker berät Sie gerne.

Milchaustritt vor der Geburt

Bei manchen Frauen tritt auch schon vor der Geburt etwas Vormilch aus den Brustwarzen aus. Dafür gibt es Stilleinlagen, die in den BH eingelegt werden. Sie saugen die Milch auf und verhindern, dass der BH oder das T-Shirt nass werden.

Geburtsvorbereitung mit Dammmassaget

Bei der Geburt wird das Gewebe zwischen Scheide und After stark gedehnt und belastet. Um sich darauf vorzubereiten und Dammverletzungen während der Geburt vorzubeugen, können Schwangere ab acht Wochen vor dem Geburtstermin Dammmassagen machen. Dabei wird das Gewebe mit ein paar Tropfen Dammmassageöl täglich fest massiert. Eine genaue Anleitung bekommen Sie in der Gebrauchsanweisung oder bei Ihrer Hebamme.

Disclaimer: Die Ausführungen und Tipps in diesem Beitrag ersetzen keinen Arztbesuch. Wenn Sie Beschwerden haben, kontaktieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

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